Die Geschichte Pottylands

1842 bis 1848 - Die Entdeckung

Peter von FrostaIm Jahre 1842 segelte der unbekannte Seefahrer und leidenschaftliche Hobbykoch Peter von Frosta auf der Suche nach neuem Land bzw. auf der Suche nach einem alternativen Seeweg nach Norden durch die Meere. Viele Wochen war er mit seinem Schiff, der SS Gnorkmork, unterwegs, trotzte den gefährlichen Wellen, Winden, Seeungeheuern, Piraten und wilden Seegurken, bis er am 9. Februar 1842 auf den heutigen Frosta-Inseln landete. Er erforschte das Land mit seinen 42 Leuten, von denen 23 Mann während der Expedition durch Wildgurken ums Leben kamen. Peter von Frosta war damals sehr haltlos, aber gab dem Land zunächst keinen Namen, da er annahm, des möglicher Ureinwohner bereits einen anderen Namen für das Land verwendeten.

Um einen zentralen Ausgangspunkt zu haben, gründete Peter 1843 das Fort Potopia. Dort ließ er ein kleines Schloss erbauen, wo er mit seinen überlebenden Kameraden residierte.

Ein Jahr später, 1844 schickte Peter von Frosta sieben seiner Männer zurück in die alte Heimat, um den Leuten dort zvon ihrer Entdeckung zu berichten. Sie hatten zudem den Auftrag bekommen, Bücher mitzubringen, denn Peter von Frosta gründete eine Universität die er mit einer großen Bibliothek ausstatten wollte. Aufgrund von unzureichenden Bezugsmöglichkeiten auf der Insel, war die Bibliothek nicht so groß wie sich Peter das erhoffte. Dennoch lag ihm ein umfangreiches Bildungsprogramm am Herzen; nur so konnte er in Zukunft den Wohlstand sichern und neue Einwanderer anlocken.

1845 kamen seine sieben Männer mit zwei Schiffen zurück: der SS Gnorkmork und der SS Frostonia. An Bord waren Siedler, die sich in Potopia niederlassen wollten. Eigentlich waren dieser eher überredet und mit jeder Menge Hanfprodukten gelockt worden; schon damals gab es eine Menge rauchbares Hanf in Potopia. Diese Siedler halfen weiter beim Aufbau der kleinen Siedlung im Ford Potopia und stellten die Universität Ende 1845 fertig.

Zu dieser Zeit wurde auch das Anti-Wildguren-Corps gegründet, um jene Wildgurkenplage aus Potopia fern zu halten.


1848 bis 1853 - Terrorherrschaft

Diktator Bergfried Iglo1848 rief der ehemalige Schulfreund Peter von Frostas, Bergfried Iglo, in Potopia die Diktatur aus und gründete das "Unabhängige Igloreich". In der Alten Welt aber interessierte sich niemand für derlei Angelegenheiten und tat das Igloreich unter "Ferner liefen" ab. Iglo herrschte mit Gewalt, ließ sämtliche Rauschmittel verbieten und verlangte stattdessen von seinen Untertanen, Fischstäbchen zu rauchen und wildgurkenhaltiges Bier zu trinken.

Peter von Frosta erhob laut Protest gegen die Terrorherrschaft Iglos, und wurde daraufhin von Iglo auf die Frosta-Inseln verbannt. Erst 1850 gelang es den sozialistischen Guerillas um Ernestina "Chick" Guave schließlich Peter von Frosta aus der Gefängnisfestung zu befreien. Gemeinsam organisierten Sie den Widerstand gegen das Iglo Regime.

1852 wurde es kritisch für den Diktatur, denn das Volk verweigerte langsam aber sicher den Gehorsam. Als schließlich am 9. Februar 1853 Peter von Frosta Iglos Palast stürmte, um ihn zu entmachten, stellte sich ihm niemand entgegen. Das Volk jubelte Peter von Frosta zu und man krönte ihm zum König Potopias. Man verjagte Iglo aus aus dem Königreich, und er wurde von diesem Tag an nie wieder gesehen...


1854 bis 1875 - Peters Vermächtnis

Peter von Frosta war ein weiser König, der mit nötigem staatsmännischen Geschick handelte. Auch privates Glück fand er in seiner Lebensgefährtin Ehefrau Danielle de Barbarac, der er übrigens nie ehelichte. Die Bucht auf der Südinsel "Barbarac Bay" benannte er nach ihr.

Doch Peter von Frosta wurde älter, und so dankte er 1871 ab. Da er keine Thornfolger hatte, übergab er den Thron an Oliver "Olli" von Pottystein, dem Sohn seines damaligen ersten Maats und langjährigen Freundes Timotheus von Pottysein. Timotheus kam bei der Expedition 1842 ums leben. Sein Sohn, Oliver heiratete 1860 Anja von Frosta, die Tochter von Peters Schwester Swantje.

Peter von Frosta lebte nach seiner Abdankung weiterhin in Potopia und lehrte an der Universität Ornithologie. Am 23. Mai 1875 zog er sich in das Siebengebirge auf der Nordinsel zurück. 


1888 - Fremde Sprachen kommen ins Land

Dieses Jahr ist von unglaublicher kultureller Relevanz für Potopia, denn am 30. April landete ein merkwürdiges Schiff mit dem Namen "Babelfish" im Hafen Potopias. Doch die Besatzung war noch merkwürdiger, denn sie sprachen alle fremde Sprachen. Der Captain hieß Steven English, doch niemand konnte ihn verstehen. Seine Sprache klang fremd und doch faszinierend zugleich. An Bord waren noch weitere Menschen mit anderen Sprachen, unter anderem Esmeralda Espanol, Anique Français und Maximov Latinum. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten fand man heraus, dass diese Leute von weit her kamen. Sie waren auf der Suche nach einer neuen Heimat, in der man sich niederlassen könnte.

Fasziniert von dieser Sprachvielfalt, lernten viele Leute aus dem Volk die Sprachen der Fremden. Am meisten fasziniert waren die Musiker vor allem von English's Sprache, welche man "Englisch" nannte und in der man seit dem viele Liedtexte verfasste. Doch nicht nur Englisch, sondern auch Spanisch , Französisch und Latein, sowie einige der anderen Sprachen aus allen Teilen der mikronationalen Welt wurden verbreitet.

Die damaligen Wissenschaftler hielten Latein für die Mutter aller Sprachen, und fanden tatsächlich auch im potopischen Legasthenisch-Deutsch Bezüge darauf. Viele Wissenschaftler schwörten deshalb auf diese Sprache und verwendeten sie für einfache Begriffe, die kompliziert und besonders intelligent klingen sollten.

Heute ist bekannt, dass der Vater von Steve English, Ben English, bereits zur Zeit der Terrorherrschaft Iglos Potopia besuchte. Damals schrieb er ein Lied namens "Jump", welches als Sprung in die Freiheit gedeutet werden sollte. Aus Angst vor Iglo reiste Ben wieder ab, in der Hoffnung, dass irgendwann die Freiheit in Potopia zurückkehren würde. Am Tag seiner abreise übergab er den Liedtext dem damals noch unbekannten Liedermacher Eddie van Halen.  Und so spielte er mit seiner Band "Van Halen" dieses Lied im Zuge der Protestbewegungen. Da damals niemand Englisch sprechen konnte, gab es bis 1888 keine weiteren englischen Texte.


1899 bis 1920 - Gründung der Exklaven

Das Königshaus in Potopia war der Meinung, dass es im kleinen Stadtstaat bald zu eng werden würde und man das Königreich besser absichern müsse. Zunächst wollte man die umliegenden Inseln (Nord- und Südinsel) dem kleinen Königreich angliedern, jedoch glaubte man, dass dort eventuel Ureinwohner leben könnten, die man ja nicht einfach so ungefragt zu Untertanen machen kann.

So wurden Kundschafter ausgesandt, um in unbesiedelten Gebieten Vorposten des Königreichs zu gründen. Der Älteste ist Pansenheim, der 1899 gegründet wurde. Dies hatte geographische und historische Gründe, denn dort war nicht nur die erste Anlegestelle Peter von Frostas, sondern auch sein ehemaliges Gefängnis. Kurz darauf folgte 1902 Schalusenbach, das damals noch Orthographia genannt wurde und wichtiger Außenposten auf der Südinsel war. In jenem Außenposten lebte einst Karl Auer mit seiner Frau Mary Joana. Um diesen zu ehren, wurde 1905  "Karlstadt"auf der Nordinsel gegründet. 1910 zogen die Pilger an ein Flussdelta auf der Südinsel und gründeten Gurkburg. Im Südwesten gründete man 1918 als weiteren wichtigen Außenposten Rödremien. Zwei Jahre später, 1920, entdeckte man große Öl- und Erdgasvorkommen vor der Nordostküste der Nordinseln. Um dieses schnell und effizient verarbeiten zu könnten, gründete man in der rauen Küstenregion die Stadt Fjördstovien.


1940 - Der letzte "echte" Außenposten

Aufgrund der Fehlinterpretation des Wortes "Hurz!" wurde schließlich der letzte "echte" Außenposten Potopias gegründet, Hurzelfeld, welches sich schnell zu einem günstigen und beliebten Touristenstädchen entwickeln sollte.


Der Boom der 1960er und 1970er

Ende der 1960er und Anfang der 1970er erfuhr Potopia einen weiteren wirtschaftlichen Boom. Man entdeckte die Werke von Karl Auer wieder und schon waren Kultur, Kanabis und Kalauer in aller Munde. Daraufhin wanderten immer mehr Menschen in die neue Trendmetropole ein, der legale Handel von Kanabis trug einen Großteil dazu bei. 1966 drohte das Königreich mit 1.5 Mio. Einwohnern aus allen Nähten zu platzen. Deswegen beschloss man, Ende der 60er, den Südteil der Nordinsel und den Nordteil der Südinsel, die hauptsächlich schwach besiedeltes Agrarland und Industrieland darstellten, vollständig zu erschließen und einzugemeinden.  Diese Zeit wurde allgemein als sehr turbulent und doch sehr entspannt betrachtet. Die Hippiekultur erreichte einen Höhepunkt. Zahlreiche Happenings dominierten einst das Stadtbild. Der Sommer 1967 mit dem legendären Woodcook Festival wird daher auch Heute noch als "Summer of Love" bezeichnet.

Auch finanziell ging es den meisten Einwohnern besser denje. Kursreisen lagen plötzlich im Trend. Mitte der 70er brach daher eine große Reisewelle los, und auf den Frosta Inseln schoßen Hotels wie Pilze aus dem Boden um den Kurzurlaubern des Königreichs das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Probleme der 1980er und 1990er

Aufgrund der raschen Expansion Potopias und seiner Exklaven, gab es immer wieder technische und bürokratische Hürden. Die Gebiete zwischen den Städten waren freies Land ohne Staatszugehörigkeit. Wer von Potopia nach Fjödstovien wollte, verließ also das Staatsgebiet, und betrat es erst in Fjördstovien wieder. Auch wenn es ein Schienen- Straßennetz gab, sorgte die Durchquerung des freien Gebietes Probleme, da sich dort Menschen niederliessen und das freie Land für sich beanspruchten, immer wieder gegen das Königreich wetterten und den Verkehr durch ihre Grafschaften erschwerten. Das führte mitunter zu skurrilen Streckenführungen. Viele der dort ansässigen Barone und Grafen waren Potopia gegenüber relativ freundlich gesonnen und ließen Fahrzeuge gegen einen geringen Obolus passieren.
Das Königshaus sah sich, aufgrund der "Eingeborenen Politik" zunächst Machtlos die Landbesitzer von ihren Transportzöllen abzuhalten. Aus diesem Grund brauchen im Königreich immer wieder Proteste von Gegnern aber auch von Befürwortern dieser Politik aus. Viele Landbesitzer sahen sich zwar dem Königreich zugehörig, sahen sich aber ausgegrenzt, da immer wieder behauptet wurde, Sie würden das Land den Ureinwohnern stehlen.
Wegen der erhöhten Ausgabenlast aufgrund der teuren Transitrouten und den verstärkten Vandalismus wurde das Bild des Königreichs Mitte der 90er durch Verfall negativ geprägt.

1992 wurde auch des Geld der Potopier knapp und die Wirtschaftsleistung ging in den Keller. Reisen auf die Frosta Inseln wurden für inländische Touristen nicht mehr erschwinglich. Zu diesem Zeitpunkt bot sich plötzlich Hurzelfeld, einem kleinen Ort auf der Nordinsel als günstige Urlaubsalternative an. Jeder der es sich in den 90ern Leisten konnte, verbrauchte seinen Inlandsurlaub nun dort.


2002 bis Heute - Eine neue Ära beginnt

So kam es dann, dass am 9. Februar 2002 Seine Majestät König Potty zum König über Potopia gekrönt wurde. In folge dessen wurde das Thema "Großes Königreich" wieder aufgegriffen, da viele Einwohner der Meinung waren das man Nord- und Südinsel nicht nur de facto sondern auch de jure ins Königreich integrieren müsse. Da nach wie vor keine Beweise für Ureinwohner gefunden wurden, erklärte König Potty nun auch die Nord- und die Südinsel sowie die Frosta Inseln zum Teil seines Königreichs und nannte es von da an das Königreich Pottyland. 

Die Kultur befand sich abermals im Wandel, diesmal aber zum besseren. Man besann sich wieder auf Karl Auer und andere pottyländische Größen.

Zudem beschloss Seine Majestät König Potty, dass sein Königreich nun auch international bekannter werden sollte und begann damit, diplomatische Beziehungen zu anderen Mikronationen zu knüpfen. Dise Bemühungen waren so erfolgreich, dass Pottyland gemeinsam mit Bananworld und Pizzaros am 21. September 2002 das Bündnis der "Dreifaltigen Allianz" gründete. Von nun an tritt das Königreich Pottyland in einem starkem Bund auf, ohne seine Souveränität zu verlieren und gehört zu einem respektiertem Mitglied der Mikronationalen Gemeinschaft.

Dem guten Außenhandel ist es zu verdanken, dass die Wirtschaft seit 2002 wieder boomt.