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Wohnort: Schloss Pottystein

Beruf: König des Königreichs Pottyland

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Donnerstag, 4. Dezember 2008, 11:17

Die Weihnachtsgeschichte Pottylands



Er nutzte einfach jede Gelegenheit die sich ihm bot um Geld zu sparen, so fuhr er im Winter immer mit seinem Schlitten zu seiner Firma (Schnee lag in der Regel nicht länger als 8 Tage, weswegen Schlitten extrem billig waren, da sie fast nie gebraucht wurden.), den er von den selben acht Schweinen ziehen ließ, die im Sommer seine Kutsche zogen und die er einmal in einem Preisausschreiben gewonnen hatte, an dem er über eine Postkarte teilnahm auf der "Porto zahlt Empfänger" stand. Seine Angestellten behandelte er ausgesprochen schlecht, sie wurden mies bezahlt, hatten lange Arbeitstage, bekamen niemals einen Tag frei und mussten in einem entsetzlich beißenden und stinkenden Rauch arbeiten, denn Srebbeneezer Ooge hatte zwar ein Vermögen mit Schweinefleisch, Hanf, Bier und dergleichen verdient, rauchte selbst aber nur Fischstäbchen (was für den Verdacht, er sei ein Sympathisant Bergfried Iglos gewesen, spricht). Als seine Angestellten eines Tages zum wiederholten Male demütigst um eine bescheidene Gehaltserhöhung baten, und zur Antwort, wie jedes Mal wenn man Screbbeneezer Ooge um etwas bat, nur ein finsteres "Ho ho ho" zu hören und eine dicke Wolke extra beißenden und stinkenden Rauchs seiner Fischstäbchen-Hausmarke ins Gesicht geblasen bekamen, reichte es ihnen, und sie fassten den Entschluss, das etwas zu tun sei.

So versammelte man sich eines abends in einem der beliebtesten Wirtshaus Potopias, becherte fleißig wlidgurkenfreies-Wildgurkenbier (und aus finanziellen Gründen auch schlecht gewordenen Wein, den man einfach mit ein wenig Zimt und Zucker gesüßt und dann erhitzt hat) und beriet, wie man das Herz des alten Geizhalses erweichen könnte. Der erste Vorschlag, dieses Ziel wortwörtlich in die Tat umzusetzen und ihm die alte Pumpe aus der Brust zu schneiden um sie in Essig einzulegen wurde bald wieder verworfen, statt dessen besann man sich darauf, die Sache im übertragenen Sinne anzugehen. Es war landesweit bekannt, dass Ooge jeden Abend ein Fass eines ekelhaftes, illegal hergestellten wildgurkenhaltigen Bieres trank (auch das spricht übrigens für die Theorie, er sei Anhänger Bergfried Iglos gewesen). Hier wollte man den Hebel ansetzen, und ein Fass dieses Gesöffs heimlich gegen ein Fass Südhanfhaltigen Bieres (fein abgeschmeckt mit ein paar halluzinogenen Pilzen) eintauschen, um den alten Ooge zu berauschen. So im Rausch wollte man eine Art Stadtralley durch Potopia mit ihm veranstalten und dabei ihm veranschaulichen das die Menschen der Stadt gerade im Winter in ihren spärlich beheizten Häusern etwas enger zusammenrücken und mit ihren Verwandten und Freunden eine schöne Zeit verbringen. Drei Pottyheads wollten sich als Geister verkleiden und ihn nacheinander von den anderen vorbereiteten Stationen im Stadtgebiet führen und ihm dort zeigen, wie unmöglich er sich in den letzten Jahren im Winter aufgeführt hat, wie unmöglich er sich dieses Jahr aufführt und welche schlimmen Konsequenzen in den nächsten Jahren für ihn haben wird. So hoffte man den alten Screbbeneezer Ooge zu resozialisieren.

Wie bereits gesagt floss während der Beratungen reichlich wildgurkenfreies-Wildgurkenbier und gammel-Wein und die Leute wurden immer alberner und begannen, sich lustige Geister- und Wichtelkostüme zu stricken.

Als die Hälfte der Anwesenden schon bewusstlos in ihrem eigenen Erbrochenen unter den Tischen lag begann die andere Hälfte, auf die Melodien der beliebtesten Trinklieder Potopias neue Texte zu dichten, die der feierlichen Atmosphäre Pottylands huldigten weshalb sie bald aus dem Lokal geworfen wurden.

Es war nun Zeit ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen und sie verabredeten, dass sie Aktion in der Nacht von 24. auf den 25. Dezember 1885 starten sollte. Und so geschah es dann auch. Alles lief wie am Schnürchen. Die Fässer wurden getauscht, der alte Screbbeneezer Ooge süppelte statt seines wildgurkenhaltigen Gebräus höchst hanf- und psychopilzhaltiges Bier und fiel in einen totalen Rausch, in dem er tatsächlich glaubte, von drei Geistern heimgesucht zu werden und sich von ihnen quer durch Potopia lotsen ließ, wo ihm an verschiedenen detailreich vorbereiteten Stationen etwas davon erzählt wurde, dass er sich an allen vergangenen und auch in diesem Winter wie offene Hose aufgeführt habe und deshalb eines Tages traurig und einsam sterben werde. Der alte Ooge glaubte alles, war total geschockt und rief immer aus: "O weih! O weih!"

Schlagartig wurde er ein besser Mensch, er erhöhte die Gehälter seiner Angestellten, gewährte ihnen feste Arbeitszeiten, rauchte keine Fischstäbchen und trank kein wildgurkenhaltiges mehr, aber das Beste war: jedes Jahr fuhr er in der Nacht zum 25. Dezember in seinem roten Mantel, mit der roten Zipfelmütze auf und langem Rauschebart mit seinem von Schweinen gezogenen Schlitten durch Potopia, rief, nun fröhlich, "Ho ho ho!" und verteilte Geschenke, wobei es sich hauptsächlich um Schweine- und Hanfprodukte handelte. Die Menschen freuten sich darüber und beschlossen diese Nacht, in der die ganze Stadt von einem Mann in einem Schweineschlitten mit Schweinefleisch und Hanf beschenkt wurde fortan als "Schweinachten" zu nennen.

Screbbeneezer Ooge wurde nicht zur zum besten Freund und engsten Berater des Königs, sondern auch zum nach ihm zweitbeliebtesten Pottyhead, und es ranken sich bis heute viele Legenden um ihn: so behaupten einige Leute, er sei nicht gestorben, sondern ins Siebengebirge gezogen, wo er zusammen mit Wichteln in einer Werkstatt Geschenke für die Pottyheads herstellt die er am in der Nacht von 24. auf 25. Dezember verteilt, wenn er mit seinem Schweineschlitten den Himmel über Pottyland entlang reitet, und nennen ihn erfurchts- und leibevoll "Schweinachtsmann". Einige haben es (wie immer) übertrieben und angefangen, ihre Häuser bis zur Unkenntlichkeit zu Dekorieren und vor allem in diesen Tagen freundlich zu ihren Mitmenschen zu sein und sich gegenseitig zu beschenken, anstatt dies das ganze Jahr über zu tun.

Karl Auer, der zu jener Zeit in Potopia lebte und an einem Buch über Potopia schrieb, wollte sich bei seinen Mitbürgern erkundigen warum man nur in jener Nacht im Dezember nett zu allen ist und sich gegenseitig beschenkt und fragte 1899 in gebrochenem Englisch: Why Nacht? Dieses Erlebnis landete in seinem Buch "Gebrauchsanweisung für Potopia" und somit wurde der falsche Begriff "Weihnachten" überall fälschlicherweise als Begriff für das Schweinachtsfest bekannt. Erst in der 5. Auflage bemerkten man den Fehler und korrigierte ihn.


Lord Reis

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Donnerstag, 4. Dezember 2008, 14:08

Eine frohe Schweinachtszeit euch allen! :D

Ich habe nie behauptet, dass das Sinn ergeben muss!